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Die neue Appi Kosmos ist online

Appaloosa Kosmos


Das erste Turnier 2018

Vom 15.04-16.04.2017 findet das erste Appi Cup Turnier
auf der Quartermileranch in Oberhofen/OÖ statt.

Ausshreibung



Der Appaloosa Horse Club USA hat nun ein Programm aufgesetzt, um die seit Jahren rückläufige Nachfrage nach Appaloosa und Turnieren zu stoppen. Dem Konzept vorausgegangen war eine schonungslose Analyse (mehr dazu hier).

In Zukunft soll es deutlich einfacher werden, ein ApHC-anerkanntes Turnier durchführen zu können. Dazu werden alle Anforderungen an Mindestklassen und -starter gestrichen, Turnierveranstalter können ihr Turnier ab dem kommenden Jahr vollkommen frei gestalten und die angebotenen Klassen zusammenstellen.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden soll gefördert werden: Regionalclubs können ab kommenden Jahr ApHC-anerkannte Klassen mit allen anderen Verbänden gemeinsam veranstalten, für ApHC-Shows werden zudem Guest Judges zugelassen, wenn sie bereits eine AQHA, APHA, NRHA, NCHA-Karten verfügen.

Guest Judges dürfen maximal zwei ApHC-anerkannte SHows richten, mussen ApHC-Mitglied sein und einen schriftlichen ApHC rulebook test durchlaufen haben. ApHC-Clubs dürfen maximal drei ApHC-anerkannte Turniere mit jeweils einem Guest Judge pro Jahr durchführen.

Non Pro-Reiter können ab der nächsten Turniersaison auch Pferde auf ApHC-Shows vorstellen, die nicht auf ihren Namen eingetragen sind, erhalten dafür allerdings keine ApHC-Punkte.

Auch die Eintragungesbedingungen für anerkannte Appaloosa könnten sich ändern: Können bislang als "N" klassifizierte Appaloosa oder Pferde anderer Rassen wie Quarter Horse oder Vollblut einen positiven Leopard Print-Gentest vorlegen, sollen sie auch als "Regular" eingetragen werden können. Die Entscheidung hierfür fällt aber erst im September.


Wie kommt die Farbe auf den Appaloosa?

So wie auch ich, haben sich vermutlich schon viele andere Appaloosa-Besitzer, -Interessierte, Farbliebhaber und Hobby-Wissenschaftler die Frage gestellt: „Wie kommt eigentlich die Farbe auf unsere Appaloosa?“.

Die Palette reicht hier von Tigerschecken, so genannten „leopards“, über Pferde mit einem „blanket“ , also einer „weißen Decke“ zum Beispiel über der Kruppe, bis hin zu einem „few spot“, einem, meist weißen, Pferd mit „wenig Tupfen“. Aber auch einfarbige Pferde mit oder ohne Abzeichen sind möglich.

Verantwortlich für die auffallende Färbung unserer bunten Pferde ist das, so genannte, Leopard-Gen (LP-Gen). Alle Appaloosa, die eine rassetypische Fellzeichnung aufweisen, verfügen zumindest über ein LP-Gen.
Besitzt ein Pferd, in seinem genetischen Abdruck, sogar zwei LP-Gene, so handelt es sich bei der Farbgebung meist um eine few spot- oder eine snowcap-Zeichnung. Verpaart man ein solches Pferd mit einem anderen, auch einfarbigem, Pferd, weist das Fohlen zu 100% (mit einer Fehlerquote von 0,02%) eine rassetypische Fellzeichnung auf (es liegt beim Nachkommen also mindestens ein LP-Gen vor).
Verpaart man hingegen zwei bunte Pferde bei denen jeweils nur ein LP-Gen vorliegt, gibt es auch die Möglichkeit eines einfarbigen Nachkommen ohne LP-Gen.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus den USA und Kanada beschäftigt sich seit dem Jahr 2003 mit der Vererbung des LP-Gens und wie es sich auf die Fellzeichnung auswirkt.
Dieser Gruppe haben wir es auch zu verdanken, dass wir das LP-Gen heute, anhand von einem Test der Haare (genauer Haarwurzeln), nachweisen können. Tests dieser Art werden unter anderem von Laboklin durchgeführt. (www.laboklin.com)

Auch wenn eine auffällige Fellzeichnung etwas ganz Besonderes ist, sollte man den Appaloosa nicht darauf reduzieren. Im Vordergrund der Zucht sollte immer ein gesundes, korrektes Pferd mit einwandfreiem Charakter stehen.

Weiterführende Informationen über das LP-Gen und dessen Vererbung unter www.theappaloosaproject.info oder im Buch „Die Farben der Pferde: Genetik – Klassifizierung – Charakteristik“ von Monika Reißmann.

Text: Leonie Redinger
Fotos: © Malou Zach


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